1. Effiziente Fahrplanauskunft bei Verspätungen

Autoren: Matthias Müller-Hannemann, Mathias Schnee, Zusammenfassung: Die Suche nach Zugverbindungen in modernen Fahrplanauskunftssystemen basiert auf statischen Fahrplänen. Unglücklicherweise treten bei Öffentlichen Verkehrsmitteln Verspätungen aus verschiedenen Gründen auf. Somit müssen dynamische Änderungen des bestehenden Fahrplans mit berücksichtigt werden. Ein System, dass Zugang zu Verspätungsinformationen von Zügen hat (und nutzt diese Informationen während der Suchabfrage) kann gültige Alternativen in den Fällen bereitstellen, in denen eine Verbindung nicht funktioniert. Zusätzlich kann sie benutzt werden, um Passagiere aktiv weiter zu leiten, da diese Alternativen bereits angezeigt werden können, beovr der der Passagier in einem Bahnhof aufgrund einer falschen Verbindung festsitzt. 

2. Attraktive Zugverbindungen durch multikriterielle Pareto-Suche

Autoren: Matthias Müller-Hannemann und Mathias Schnee. Zusammenfassung: Wir betrachten effiziente Algorithmen für Fahrplanauskünfte im Öffentlichen Personenverkehr unter mehrfachen Präferenzen der Kunden, wie z.B. Fahrtzeit, Ticketpreis und Anzahl der Umstiege zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln. Im vorliegenden Papier konzentrieren wir uns auf ein vollkommen realistisches Szenario im öffentlichen Bahnverkehr, wie wir es in der Praxis vorfinden, während frühere Arbeiten nur einfachere Modelle betrachteten. 

5. DB barrierefrei - Hilfe für Behinderte

Die Deutsche Bahn bietet neuerdings eine Smartphone App speziell für Behinderte an, "DB barrierefrei" (Google Playstore: DB barrierefrei). Sie soll Behinderten bereits im Vorfeld einer Reise Auskunft über Probleme geben, welche die Barrierefreiheit beeinträchtigen, z.B. bei Zugverspätungen, Gleisänderungen Störungen von Rolltreppen und Aufzüge. Die App wird von den Nutzern mehrheitlich begrüßt, aber es gibt auch kritische Stimmen.

6. Wann kommt der "Co-working-Waggon" der Bahn?

März 2019, das Digital-Magazin t3n beschreibt eine typische Situation, wie sie zuhauf in der Bahn anzutreffen ist: Ein Team will über eine Präsentation vor einem Kunden diskutieren, was sich jedoch angesichts vieler (unerwünschter) "Zuhörer" schwierig gestaltet, denn für viele Bahnreisende gilt: "Reisezeit = Arbeitszeit"; laut einer norwegischen Studie sind das rund 40 % aller Geschäftsreisenden und 30 % aller Pendler.   

12. ÖPV aus evolutionstheoretischer Sicht

Die Online-Kommunikationsplattform BRAND EINS veröffentlichte kürzlich ein Interview, das sie mit der österreichischen Evolutionsbiologin Elisabeth Oberzaucher zum - man höre und staune - ÖPV (Öffentlicher Personenverkehr), genauer gesagt zum Verhalten von Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln geführt hat. Sie hat aus anthropologischer Sicht erläutert, warum Menschen sich eher ungern in öffentlichen Verkehrsmitteln "transportieren" lassen. Frau Oberzaucher berät auch Verkehrsunternehmen und Kommunen in diesem Bereich. 

14. Beendigung Projekt Nordwest Mobil (Schweiz)

Das im Großraum Basel erfolgreich durchgeführte Projekt Nordwestmobil (NW Mobil), das von PostAuto durchgeführt wurde, wird Ende November 2017 beendet. Die App ist größtenteils multi-modal, bietet sowohl Verbindungen als auch (für einige Verkehrsmittel) Buchung und Zahlung. Mit Uber in einer Verbindung waren teils sogar intermodale Ansätze vorhanden. Ziel von NW Mobil war zu zeigen, dass es möglich ist, mit einer einzigen App verschiedene Reisewege abzubilden. Weiterhin sollte Erfahrung gesammelt werden mit Kundenbewertungen.